iPhone & Apple – Kooperationen mit Datenkraken?
10. Januar 2007 von dtDieser Artikel hat zwar eigentlich nichts auf open.source.mac zu suchen, ausnahmsweise aber trotzdem mal ein fremdes Thema.
Sicherlich ist das iPhone ein tolles Produkt, dass die Erwartungen der meisten wohl noch übertroffen hat, aber ist eine enge Zusammenarbeit mit dem Datensammelmonster Google tatsächlich erstrebenswert? Auch Yahoo machte in der Vergangenheit des öfteren durch weniger datenschutzfreundliche Aktionen auf sich aufmerksam. Immerhin wird man auf den Einsatz von Yahoo Mail verzichten können, soweit so gut.
Auch die Zusammenarbeit mit Cingular wirft aber Fragen auf. Die Funktion “Visual Voicemail” erfordert laut Steve Jobs auch Änderungen “im Netz”, also bei Cingular. Wie sieht es damit in Deutschland aus? Werden unsere Netzbetreiber ihre Mailboxdienste auch für ein entsprechendes “Forwarding” einrichten?
Unklar ist auch noch vieles bei der Hardware des iPhone.
- Gibt es Vibrationsalarm?
- Wird die europäische Version UMTS beherrschen?
- Warum kann man beim iPhone den Akku nicht austauschen?
- Warum gibt es keinen Support für Speicherkarten?
- Und warum bitteschön kann ein Smartphone nicht via WLAN synchronisieren?
Zurück zum Thema Datenschutz:
Auch in den Leopard Dev Versionen sticht die enge Zusammenarbeit mit Google sofort ins Auge, so wird der neue Safari Browser (3.0) in Leopard beispielsweise die Antitrust Datenbank von Google verwenden. Das Feature an sich ist zwar sicherlich nicht schlecht, aber möchten wir es wirklich der Datenkrake Google überlassen zu entscheiden welche Sites vertrauenswürdig sind und welche nicht? Wie bei allen Googlediensten muss der User ja nur eine klitzekleine Gegenleistung geben – ein paar Kilobyte Speicherplatz für ein nettes Tracking Cookie, dass mit der Verwendung von Antitrust in Safari quasi frei Haus geliefert wird.
Wie geht es mit Apple und OS X weiter? Immer neue Kooperationen mit tollen Gratisanbietern deren Interesse (abgesehen von der Gratis PR) lediglich an Nutzerdaten und deren Auswertung besteht?


Am 10. Januar 2007 um 16:18 Uhr
Zumindest kann man zwischen dem Teufel und dem Belzelbub wählen.
Bis auf das Akku und die Speicherkarte wird Apple wohl alle Änderungen vornehmen wenn das iPhone nach Europa.
Zum Entwickeln wird es sicher cool sein, wird mich nicht wundern wenn bald eine XCode Aktualisierung kommt obwohl die meisten Apps wohl auch so laufen sollten.
Am 10. Januar 2007 um 19:06 Uhr
Auf Xcode hoffe ich auch, nach den Presseinfos sieht es aber eher schlecht aus.
Dort wurde ja gesagt “no Third-Party Access”.
Warten wir es ab
Am 10. Januar 2007 um 21:16 Uhr
Das mit der Verbindung zur Datenkrake macht mir auch Sorgen! Letztendlich geht es nur um unsere Daten und dann um das persönliche vollballern von personalisierter Werbung!
Am 10. Januar 2007 um 23:01 Uhr
Beim Thema Speicher/-erweiterbarkeit und Akku-Austausch könnte es schlicht am Platzmangel liegen, denn auch die Adapter und Lötpunkte sowie Abtrennungen von der Elektronik nehmen bei dem kleinen Gehäuse (11mm!) und den Features wertvollen Platz weg. Die Gigabyte sollten fürs erste reichen, denn es soll keine externe Festplatte sein und für den Akku ist der Austausch beim iPod heute auch kein Problem.
Bezüglich der WLAN-Snychronisation stellt sich die Frage, ob man auch einen Laptop oder Organizer via WLAN bei gleichzeitigem Internet-Zugang synchronisieren würde. Vermutlich nicht ohne Verschlüsselung wie VPN. Soll man dem normalen Anwender die Konfiguration zumuten?
UMTS sehe ich bei den aktuellen Preisen (50 Euro für Flat ohne (!) IP-Telefonie!) den Bedarf nicht, denn für welche Anwendung brauche ich unterwegs für ein Telefon/Organizer/Medienplayer eine hohe Bandbreite? Will ich mir während der Fahrt oder an der Haltestelle wirklich einen Film laden oder reicht es, mir den von zu Hause mitgebracht anzusehen? Mit der früheren Bezeichnung “Media Hub” als Medienzentrale für den iMac war es ernst gemeint.
Für Streams sitz man dann im Kaffee, wo es immer häufiger offene Netze gibt oder nutzt Fonero-Spots, die immer mehr Verbreitung finden.
(Nebenbei: engaged.com fragt auch nach einem Office- bzw. Echange-Support. Es ist kein externes Transport-Laufwerk und was sonst Excel- oder
Word-Dokumente sinnvoll darauf statt auf einem Laptop zu suchen hätten, fällt mir nicht ein. Bei Exchange bekommt es MS mit Entourage selber nicht komplett auf die Kette, warum sollte sich der Apple-Support mit den Einstellungen eines Exchange-Servers rumschlagen?)
“no Third-Party Access” ist möglicherweise auch zu verschmerzen, wenn der Trend sich zu Internet-Applikationen weiter fortsetzt.
Die “Datensammelwut” sehe ich auch kritisch. Aber wie man kürzlich feststellen konnte, hat das schon vor etlichen Jahren mit den Kreditkarten angefangen. Aber es scheint die Gesetzgeber seit der fragwürdigen Begründung “Terrorgefahr” immer weniger zu interessieren. Und die sind als unsere Vertreter in der Pflicht, die technisch bedingten Abfallprodukte juristisch zu limitieren.
Am 11. Januar 2007 um 00:42 Uhr
Kleine Ergänzung:
TUAW: Apple VPs confirm no 3rd party iPhone apps
Buh!